Hans-Christian-Andersen-Schule
Schule mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt "geistige Entwicklung"
Hans-Christian Andersen lagen Kinder am Herzen. Nicht ohne Grund wurde die Förderschule nach dem dänischen Märchenerzähler benannt. In der Ganztagsschule – geöffnet von 7 bis 16 Uhr – werden Kinder und Jugendliche mit geistiger und schwerstmehrfacher Behinderung unterrichtet. Grundlage der pädagogischen Arbeit sind die Unterrichtsvorgaben für Förderschulen des Landes Brandenburg. Dabei erhält jedes Kind die individuelle Förderung und Hilfe, die es zu seiner Entwicklung braucht.
Von 1973 bis 1991 gab es im Evangelischen Diakonissenhaus eine Fördertagesstätte für geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Seit nunmehr 1991 besteht die Hans-Christian-Andersen-Schule in Teltow. Die Hans-Christian-Andersen-Schule ist eine evangelische Ganztagsschule. Die Pädagoginnen und Pädagogen favorisieren einen lebensnahen, handlungsorientierten Unterricht und bemühen sich um gute Lernbedingungen für die individuelle Entwicklung der Kinder. Ein Schwerpunkt ist die Selbstverwirklichung in sozialer Integration in Verbindung mit höchstmöglicher Autonomie eines jeden Einzelnen. Einheitlich für die ganze Schule werden sprachersetzende Kommunikationssysteme, also sprachbegleitende Gebärden sowie elektronische Kommunikationshilfen eingeführt. Jeder Klassenraum verfügt in der Regel über einen zusätzlichen Raum, so dass Einzelarbeit möglich ist. Zudem gehört zu fast jedem Klassenraum eine Küche zum Training lebenspraktischer Fertigkeiten. Es gibt einen Musikraum sowie Therapieräume. Im Aufbau befindet sich weiterhin ein Entspannungsraum mit Wasserklangbett.
Tagesablauf
- 7:30 Morgenkreis
- 8:00 Unterricht in Kursgruppen oder im Klassenverband
- ca. 9:00 Frühstück
- Klassenunterricht nach Stundenplan, therapeutische Angebote
- 11:30 Uhr Mittagessen
- Klassenunterricht nach Stundenplan, therapeutische Angebote
- ca. 14:15 Kaffeetrinken
- 15:00 Uhr Abholen der SchülerInnen durch die Fahrdienste
- die Betreuung der Schüler erfolgt in der Zeit von 07:00 bis 14:45 Uhr. Im Einzelfall, zum Beispiel bei Berufstätigkeit der Eltern, ist eine Betreuung bis maximal 16:00 Uhr möglich.
Leistungen
Der Unterricht erfolgt in fünf Stufen dem Alter entsprechend und gliedert sich in Klassen- und Kursunterricht sowie Neigungsgruppen (AG´s). Der Religionsunterricht ist fester Bestandteil des Lehrplans. Möglich ist auch die Teilnahme am Konfirmandenunterricht.
Den Schwerpunkt der Arbeit bildet der projekt- und vorhabenorientierte Unterricht. Großen Wert wird auch auf die Lernbereiche Lesen und Schreiben, Rechnen, Wahrnehmungsförderung, Sprachförderung sowie Musik und Bewegung gelegt.Die Förderschule zeichnet sich unter anderem durch besondere Angebote wie kleine Klassen, computergestütztes Lernen, einen behindertengerechten Spielplatz, AG´s wie z.B. Theater, Tanz, Trommeln und Video aus. Auch gehören Schwimmunterricht, Reiten, Klassenfahrten und umfassendes lebenspraktisches Lernen zum Schulalltag. Den Abschluss der Schulzeit bildet die Werkstufe. Neben den o.g. Unterrichtseinheiten wird dann vor allem Werken, Töpfern und Hauswirtschaft unterrichtet. Dadurch werden die Schüler auf ihr zukünftiges Arbeitsleben vorbereitet. Außerdem erfolgt ein Praktikum in der Werkstatt für behinderte Menschen.
In der Ferienzeit wird für die Schüler berufstätiger Eltern Ferienbetreuung angeboten.
Als Therapieangebote werden vermittelt:
- Sprachtherapie für Schülerinnen und Schüler mit Sprachentwicklungsstörungen
- Physiotherapie für Schülerinnen und Schüler mit körperlichen Beeinträchtigungen
- Ergotherapie zum Training der Grob- und Feinmotorik
Im Haus werden für die physio- und ergotherapeutischen sowie logopädischen Behandlungen Räume bereitgestellt.
Es ist möglich, dass die SchülerInnen in der Wohnstätte des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin in unmittelbarer Nähe zur Schule wohnen. Auch nach Ende der Schulzeit besteht für die dann Erwachsenen die Wohnmöglichkeit in der Wohnstätte oder im ambulant betreuten Wohnen. Eine Werkstatt für behinderte Menschen mit integriertem Förder- und Beschäftigungsbereich, ebenfalls auf dem Gelände des Evangelischen Diakonissenhauses gelegen, setzen die Integration und Förderung nach der Schulzeit fort.
Wiederkehrende Angebote aus dem Jahreskreis
Die Hans-Christian-Andersen-Schule richtet verschiedene Veranstaltungen im Jahresverlauf selbst aus oder beteiligt sich an ihnen:
- Apfelerntefest / Erntedankfest
- Martinsfeier
- Weihnachtsfeier mit Krippenspiel
- Faschingsfeier
- Klassenfahrten
- Teilnahme der Theatergruppe am jährlich stattfindenden Theatertag des Landes Brandenburg
- Teilnahme am Sportfest der Förderschulen des Landes Brandenburg
- Sommerfest
- Schuljahresabschlussgottesdienst.
Unterstützende Beratungsangebote für Angehörige
Ein enger Kontakt und der damit verbundene ständige Informationsaustausch zu den Eltern und den Betreuern der Wohnstätten ist der Schule sehr wichtig. Im Elternbeirat und bei den regelmäßig stattfindenden Treffen der Elterngruppe „Weil unsere Kinder anders sind“ ist jeder willkommen.
Eine Beratung erfolgt insbesondere zur Aufnahme von neuen Schülern, in regelmäßigen Abständen werden Elterngespräche angeboten.
Voraussetzungen für die Aufnahme
Aufgenommen werden an der Hans-Christian-Andersen-Schule Kinder im Alter von 6 bis 21 Jahren mit einer geistigen oder schwerstmehrfachen Behinderung.
2010 © Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin | Letzte Aktualisierung: 02.09.2010
